Dienstag, 30. Oktober 2012
Montag, 29. Oktober 2012
Wochenende & Perla alias Scoubidou
Wir können unser Glück kaum fassen, weil wir das ganze Wochenende Sonne hatten und es heute genauso toll ist - also bestes Geburtstagswetter für Johanna, die heute 24 geworden ist. Die Blumen habe ich übrigens selbst geklaut und hab das auch für ne echt gute Idee gehalten. Dann hat Marina mich vorhin gefragt, ob ich sicher sei, dass die nicht giftig sind... Darüber hatte ich ehrlich gesagt nicht so nachgedacht, aber wir haben sie jetzt ja nicht mitgegessen, dann ist das doch eigentlich wurscht, oder?
Wen ich euch noch überhaupt nicht vorgestellt habe, ist Perla, unser Hund. Genau genommen gehört sie der Putzfrau von Cristina, die im Obergeschoss wohnt. Perla riecht man meistens schon auf zwei Meilen gegen den Wind und wir finden, sie könnte als Scooby-Doo-Double arbeiten.
Wenn man sich die schwarzen Flecken wegdenkt jedenfalls, aber der im Kinofilm hat auch keine!
Mittwoch, 24. Oktober 2012
Erdbeben
Hey,
ich weiß nicht, ob ihr in Deutschland (oder anderswo in Europa) viel davon mitbekommen habt, aber wir hatten hier gestern Abend ein ziemlich heftiges Erdbeben (Stärke 6,6, also 1,0 weniger als das große im September) und ich wollte nur eben bescheid sagen, dass es mir gut geht.
Wir saßen gerade im Innenhof, als es losging und Fenja und Miriam, die im September schon dabei waren, haben schnell reagiert und sind sofort mit uns auf die Straße gerannt, falls das Dach oder die Überdachung auf der Einfahrt einstürzen. Es sind auch ein paar Sachen runtergekommen, aber nichts Großes und wir wurden auch nicht getroffen.
Zum Glück hat es nur 10 Sekunden gedauert (das andere war fast eine Minute lang) und ein paar von den Nachbarn waren zwar leicht panisch und wollten, dass wir alle hoch in Richtung Nicoya fahren, falls das Meer hochkommt, aber die meisten meinten nach dem ersten Schreck nur "tranquila, tranquila" und Cristina, Ervín und Ariel haben auch gesagt, es sei zu kurz gewesen, als dass wir uns Sorgen machen müssten.
Auf jeden Fall haben wir danach sofort Notfalltaschen gepackt mit unserem Geld und den Reisepässen und soweit alles bereitgelegt, falls wir nachts schnell das Haus hätten verlassen müssen, aber bis auf ein paar kleinere Nachbeben ist nichts mehr gewesen.
Angeblich "fehlte" nach dem September-Beben noch ein stärkeres Nachbeben (wir hatten letztens schon mal eins, aber nur Stärke 5,2) und wir hoffen jetzt, dass es das war.
Alles Liebe!
Eure Lisa
ich weiß nicht, ob ihr in Deutschland (oder anderswo in Europa) viel davon mitbekommen habt, aber wir hatten hier gestern Abend ein ziemlich heftiges Erdbeben (Stärke 6,6, also 1,0 weniger als das große im September) und ich wollte nur eben bescheid sagen, dass es mir gut geht.
Wir saßen gerade im Innenhof, als es losging und Fenja und Miriam, die im September schon dabei waren, haben schnell reagiert und sind sofort mit uns auf die Straße gerannt, falls das Dach oder die Überdachung auf der Einfahrt einstürzen. Es sind auch ein paar Sachen runtergekommen, aber nichts Großes und wir wurden auch nicht getroffen.
Zum Glück hat es nur 10 Sekunden gedauert (das andere war fast eine Minute lang) und ein paar von den Nachbarn waren zwar leicht panisch und wollten, dass wir alle hoch in Richtung Nicoya fahren, falls das Meer hochkommt, aber die meisten meinten nach dem ersten Schreck nur "tranquila, tranquila" und Cristina, Ervín und Ariel haben auch gesagt, es sei zu kurz gewesen, als dass wir uns Sorgen machen müssten.
Auf jeden Fall haben wir danach sofort Notfalltaschen gepackt mit unserem Geld und den Reisepässen und soweit alles bereitgelegt, falls wir nachts schnell das Haus hätten verlassen müssen, aber bis auf ein paar kleinere Nachbeben ist nichts mehr gewesen.
Angeblich "fehlte" nach dem September-Beben noch ein stärkeres Nachbeben (wir hatten letztens schon mal eins, aber nur Stärke 5,2) und wir hoffen jetzt, dass es das war.
Alles Liebe!
Eure Lisa
Dienstag, 23. Oktober 2012
Überschwemmung
Jeyyyy, unser Zimmer steht unter Wasser!
Heute Nacht muss es noch heftiger geregnet haben als sonst, auf jeden Fall hat Cristina ab 1 Uhr gewischt wie eine Wilde, weil das Wasser in ihr Wohnzimmer gelaufen ist – allerdings mit mäßigem Erfolg, denn heute Morgen war ihr Wohnzimmer immer noch patschnass, die Küche steht unter Wasser, genauso wie Teile des Innenhofs, wo auch unser Esstisch steht. Das Dach wurde zum Glück letztens nach dem Erdbeben erst repariert, deswegen sind Myriam, Helvi und Franziska im ersten Stock trocken geblieben. Unser Zimmer ist allerdings im Erdgeschoss und ich bin morgens von Kathis „Huäähhh“ aufgewacht, als sie beim Aufstehen erst mal voll in eine Pfütze gestapft ist. Unsere Klamotten sind zum Glück halbwegs trocken geblieben, bis auf Anjas und meine Handtücher und Kathis Koffer, die hat es voll erwischt.
Heute Nacht muss es noch heftiger geregnet haben als sonst, auf jeden Fall hat Cristina ab 1 Uhr gewischt wie eine Wilde, weil das Wasser in ihr Wohnzimmer gelaufen ist – allerdings mit mäßigem Erfolg, denn heute Morgen war ihr Wohnzimmer immer noch patschnass, die Küche steht unter Wasser, genauso wie Teile des Innenhofs, wo auch unser Esstisch steht. Das Dach wurde zum Glück letztens nach dem Erdbeben erst repariert, deswegen sind Myriam, Helvi und Franziska im ersten Stock trocken geblieben. Unser Zimmer ist allerdings im Erdgeschoss und ich bin morgens von Kathis „Huäähhh“ aufgewacht, als sie beim Aufstehen erst mal voll in eine Pfütze gestapft ist. Unsere Klamotten sind zum Glück halbwegs trocken geblieben, bis auf Anjas und meine Handtücher und Kathis Koffer, die hat es voll erwischt.
Ansonsten hat sich jetzt noch ein verkrüppelter Krebs (irgendwie hat der nur
auf einer Seite Beine) in unserer Dusche häuslich eingerichtet. Ich hab ihn vorhin
noch kurz gejagt, aber der kleine Teufel ist sogar in verstümmeltem Zustand
noch schneller als ich.
Naja, vielleicht sind ja wenigstens die Kakerlaken ertrunken, man darf ja hoffen. :)
Naja, vielleicht sind ja wenigstens die Kakerlaken ertrunken, man darf ja hoffen. :)
Montag, 22. Oktober 2012
Volcán Arenal & Bosque Nebuloso de Monteverde
Hola mis queridos!
Das Wochenende in Monteverde war wunderschön und ich habe so viele Photos gemacht, dass das hier jetzt vermutlich eher ne Bildergeschichte wird!
Das Wochenende in Monteverde war wunderschön und ich habe so viele Photos gemacht, dass das hier jetzt vermutlich eher ne Bildergeschichte wird!
Den Trip nach Montezuma hatten wir ja selber organisiert,
aber da man in Monteverde so viel hin- und herfahren muss, fanden wir es
einfacher, bei einer über die Sprachschule organisierten Tour mitzumachen.
Freitag um 13 Uhr ging es los nach La Fortuna, ein kleines
Städtchen am Fuß des Volcán Arenal, dem aktivsten Vulkan Costa Ricas (deswegen
darf man auch nicht besonders dicht dran) wo wir etwas nach 18 Uhr angekommen
sind. Inzwischen finde ich so lange Busfahrten fast schon normal, bei zwei bis
drei Stunden denkt man schon: „Krass, wieso sind wir schon da?!“. Eigentlich ist
Costa Rica ja nur so groß wie Niedersachsen, aber abgesehen von der einen
Hauptstraße hier fährt man die ganze Zeit auf zerfurchten Feldwegen in Serpentinen
die Berge rauf und runter, aber diesmal war mir danach nicht mal mehr übel!
Nachdem wir unsere Sachen im Hostel abgestellt hatten, sind
wir zu den Aguas Termales de Baldi gefahren und haben dort für nur 10$ im Restaurant, das zum Spa-Hotel Baldi gehört, zu Abend gegessen. Das Buffet war einfach der Hammer, aber danach war mir so schlecht, wie noch nie in meinem Leben. Eigentlich habe ich nicht mehr gegessen, als für mich zu Hause nicht auch noch normal wäre, aber ich vermute, dass ich so reichhaltiges Essen in der Menge auf einmal einfach nicht mehr gewöhnt bin. Cristinas Essen ist zwar toll, aber halt einfacher und quasi jeden Abend sind Reis und Bohnen dabei. Immerhin war ich nicht die Einzige, der es danach nicht mehr 1a ging, ein paar andere hatten sogar am nächsten Tag noch richtige Magenprobleme.
| Erster Ausblick auf den Nebelwald von Monteverde und den Golf von Nicoya |
| der Volcán Arenal |
Danach waren wir dann in den an das Hotel angeschlossenen heißen Quellen baden, die vom Vulkan gespeist werden - manche waren echt enorm heiß, aber mal wieder warmes Wasser zu
haben, war einfach Luxus pur und danach habe ich mich seit Langem zum ersten
Mal wieder richtig sauber gefühlt. :)
| Anja (meine Mitbewohnerin) und ich :) |
Ich hab mich total gefreut den Blue-Jeans-Frog zu sehen, der
in den Reiseführern immer abgebildet ist und echt süß aussieht, allerdings ist der wohl ziemlich giftig.
| Ein echtes Faultier und man sieht sogar das Gesicht! |
| Santa Helena |
| Das da hinten links ist (Überraschung! :) ) der Volcán Arenal! |
Leider darf man sich dem Volcán Arenal nicht besonders weit
nähern, aber auf der Bootsfahrt nach Monteverde hatte man trotzdem einen
wahnsinnigen Ausblick!
Nach ungefähr einer Dreiviertelstunde Bootsfahrt sind wir
dann irgendwo im Nirgendwo gelandet und auf einem Weg, der aussah, als würden
da sonst maximal Ziegen langlaufen, durch ein Feld mit Pflanzen, die um einiges
höher waren als unser Bus, Richtung Santa Helena gefahren. Ich dachte echt, wir
zu Hause wohnen ländlich, aber Klein Scharrel kommt mir, nach allem, was ich
hier bisher schon gesehen habe, wie ein Symbol des technischen Fortschritts vor. :)
In Santa Helena haben wir uns abends dann alle noch
irgendwie was zu essen besorgt, Anja und ich waren in einer kleinen Soda und
haben einheimisch gegessen: Quesadillas de carne molido (Tortillas mit Käse und
Rindfleisch) und ein Casado de Pechuga de Pollo (Hähnchenbrust mit Reis und
Bohnen, Tomate und Kochbanane).
Am Sonntag, unserem letzten Tag, ging es dann los zum
Canopy. Grob gesagt, handelt es sich dabei um eine Art Seilbahnstrecke durch
den Nebelwald in Monteverde und irgendwie hatte ich mir vorher noch gar nicht
so wirklich eine Vorstellung gemacht, um was für Höhen es da geht, deswegen war
ich etwas schockiert, dass manche Bahnen genauso hoch sind wir die
Bungee-Anlage, also so 150 Meter.
Was ich vorher auch nicht so bedacht hatte, war, dass man die Strecken, die man
bergab fährt, ja auch irgendwie wieder hochkommen muss. In der Praxis hieß das,
dass wir echt lange Strecken die Berge da wieder hochkraxeln mussten – wenn
nicht durch den Regen waren wir auf jeden Fall danach klatschnass. Man wird
hier so unsportlich, das ist echt nicht mehr schön. Ich war hier zwar schon ein
paar Mal joggen, aber nach der Bergsteigetour war ich echt tot.
Am coolsten von allem war der Tarzan-Sprung, den man kurz
vor Ende der Canopy-Tour machen konnte. Dazu muss man von einer Plattform am
Berghang springen, fällt ganz kurz frei und schwingt dann an einem ziemlich
langen Seil, also der Pseudo-Liane, ein paar Mal vor und zurück. Ich hatte mir
wirklich fest vorgenommen, nicht zu schreien, aber ich habe natürlich trotzdem
geröhrt wie eine kleine Elchkuh, als ich gefallen bin.
Aber ich wäre jederzeit noch mal gesprungen, das hat einfach total Spaß gemacht. Was wahrscheinlich am Adrenalin lag. :)
Die nächsten Wochenenden werden vermutlich deutlich ruhiger werden, aber Anfang November werde ich für eine Woche mit Johanna nach Nicaragua fahren! Dann ist nämlich ihre Sprachschul-Zeit zu Ende und da ich ja eh zum Visum-Verlängern ausreisen muss, bin ich umso glücklicher, dass wir zusammen loskönnen!
Alles alles Liebe!
Eure Lisa
Mittwoch, 17. Oktober 2012
CREAR
Gestern ist endlich mein Projekt losgegangen! Das Wetter war deutlich besser als letzte Woche und Johannah, die Leiterin von CREAR ist auch wieder aus den USA zurück und hat sich morgens mit uns getroffen und erstmal erklärt, was CREAR ist und was unsere Aufgabenbereiche sein werden.
In Sámara läuft es eigentlich so, dass die jüngeren Kinder meistens morgens und die älteren mittags bis nachmittags zur Schule gehen, aber da hier Lehrermangel herrscht, die Schule deswegen und aufgrund der vielen Feiertage ständig ausfällt und es keine Betreuungsangebote oder Vereine gibt, sind die Kinder oft sich selbst überlassen. Der Bildungsstandard hier und in den anderen ländlichen Regionen ist sehr viel niedriger als zum Beispiel im Umkreis von San José und die wenigsten gehen auf eine weiterführende Schule.
CREAR bietet deswegen ergänzend Nachmittagsunterricht und -betreuungsprogramme an, an denen Kinder quasi jeden Alters kostenlos teilnehmen können.
Momentan sieht unser Arbeitsalltag folgendermaßen aus: um 14:30 treffen wir (die Freiwilligen) uns in der Sprachschule, in der die Stiftung momentan untergebracht ist, weil die eigentlich für uns vorgesehenen Räume das Erdbeben nicht überstanden haben, planen den Unterricht, bzw. die Aktivitäten für den Nachmittag, suchen uns Materialien in der CREAR-Abstellkammer zusammen und laufen dann ca. 15 Minuten zum Parque de Cantarrana. Dort bleiben wir dann bis 18:00, räumen auf und laufen nach Hause.
Vormittagsprogramme, bei denen wir helfen dürfen, gibt es aber auch, CREAR ist auch umwelttechnisch aktiv (montags morgens ist zum Beispiel Strand-Aufräumen/Säuberung angesagt), es gibt Intercambios mit Ticos, die Englisch/ Französisch oder Deutsch lernen möchten, Sommer- und Wintercamps u.v.m - ganz durchgestiegen bin ich da auch noch nicht, aber ich hab ja noch Zeit. :)
Gestern war "English-Club" dran und ich hatte erst Angst, dass das alles überhaupt nichts wird, dass wegen der Regenzeit keine Kinder kommen und dass wir überhaupt nicht gebraucht werden, aber zum Glück war das Gegenteil der Fall.
Es waren 9 Jugen und Mädchen zwischen 2 und 15 Jahren da, was die Koordination und das Englisch-Üben etwas schwierig gemacht hat, aber Tobi und ich haben uns die Gruppe aufgeteilt - er hat sich mit den Älteren unterhalten und mit ihnen Karten, bzw. später Fußball gespielt und ich hab mit den Kleineren gemalt, gebastelt und ihnen einzelne Wörter beigebracht - pencil, paper und die Farben und sowas. Kunstunterricht gibt es hier in den Schulen übrigens auch nicht.
Nachdem sie uns 5 bis 10 Minuten beäugt hatten, waren die Kinder total begeistert, dass wir da waren und uns um sie kümmern und konnten gar nicht glauben, dass wir am nächsten Tag auch wirklich wiederkommen.
Ich war ganz erstaunt, dass ich die Kinder nach kurzer Zeit ganz ordentlich verstanden habe, ich musste zwar anfangs immer hundertmal nachfragen, aber so langsam gewöhne ich mich an den Akzent und das Silbenverschlucken hier. Cristina verstehe ich inzwischen wirklich gut und wenn wir mal andere Ticos zu Besuch haben, kann ich mich mit denen manchmal auch ganz passabel unterhalten.
Momentan sind wir zu siebt im Bungalow: Miriam (18) und Fenja (20), die beide schon länger hier sind und bis Dezember bleiben und Kathi (19) und Anja (26), die seit anderthalb Wochen bei mir im Zimmer wohnen und 10 und 5 Wochen bleiben. Die beiden Janas sind jetzt zwar weg, aber dieses Wochenende sind zwei Neue gekommen: Helvi (25 glaube ich) bleibt 3 Wochen und Myriam (19) bis Mitte Januar. Nächste Woche kommen glaube ich noch zwei und am Wochenende danach noch vier, dann sind wir einfach richtig viele, aber das wird bestimmt auch ganz witzig.
Dienstag, 16. Oktober 2012
Tierchen
Die zwei sind uns gestern übern Weg gelaufen - der Gecko in der Sprachschule (da wohnen sogar mehrere) und der Riesenkrebs bei uns der Straße auf dem Heimweg.
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